Entwicklung der Projekte
Rückblickend war 2025 ein gutes Jahr für die Stiftung La Sonrisa de los Niños. Zu Beginn des Jahres konnten alle Bildungs- und Sozialprojekte unserer Stiftung planmäßig fortgeführt werden.
Schwerpunkt der Projekttätigkeit unserer Stiftung in Guatemala war auch im Jahr 2025 unser Bildungszentrum in Sumalito mit der zentralen Oberschule und dem Internat Casa Angela für Schüler aus entfernten Bergdörfern.

Bei der Feier anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Oberschule im Februar 2025 haben wir von der staatlichen Schuldirektion und der Regierung der Provinz Quiché Lob und Anerkennung dafür erhalten, dass wir mit vorbildlichen Einrichtungen die nach dem langjährigen Bürgerkrieg zerstörte Schul- und Bildungsstruktur aufgebaut haben und fortlaufend modernisieren. Verbunden mit der erfreulichen Zusage, dass die Oberschule auf Dauer als staatliche Schule anerkannt wird und wir ab dem neuen Schuljahr wieder mit mehr staatlichen Lehrern rechnen können. In den letzten vier Jahren konnte der Schulbetrieb nur mit Privatlehrern aufrechterhalten werden, wodurch unsere Stiftung finanziell stark belastet wurde.
Sehr erfreulich ist, dass sich im Jahr 2025 die Zahl der Mädchen und jungen Frauen in allen Bildungsprojekten unserer Stiftung deutlich erhöht hat und überwiegt. Dies gilt vor allem für unsere Studienprogramme in Nebaj (für Absolventen der Oberschule in Sumalito) und Chimaltenango (Förderung des Studiums von Studentinnen von „Nuestros Pequeños Hermanos“/NPH Guatemala). Für uns ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, besonders Mädchen und junge Frauen zu fördern, die auch heute noch in Guatemala in den meisten Lebensbereichen krass benachteiligt werden.
Im Bildungsbereich unterstützen wir seit vielen Jahren das Projekt des Dominikanerpaters Christoph Gempp in Santa Maria Cahabon, der dort Schul- und Berufsausbildungseinrichtungen für ökologische Land- und Forstwirtschaft aufgebaut hat und leitet. Das Projekt beinhaltet auch die Schulung neuer ökologischer Anbaumethoden für Bauernfamilien in der Urwaldregion des Petén sowie Umweltschutzmaßnahmen durch Wiederaufforstung von Urwaldflächen, die durch Brandrodung zerstört wurden.
Unsere besondere Fürsorge gilt misshandelten Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße leben. Wir danken vor allem zwei mutigen Frauen, die mit großem Engagement unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen die Projekte in Jocotenango (ADUS) und San Miguel Petapa (ACEDIF) leiten. Bei ADUS/Asociación Dejando Una Sonrisa werden misshandelte Kinder aufgenommen und betreut sowie mit großem Erfolg gefährdete Jugendliche dem Zugriff von Jugendbanden entzogen, in dem ihnen durch Betreuung und Schulbildung eine Alternative zum Leben auf der Straße geboten wird.
In San Miguel Petapa im Süden von Guatemala, das von gewalttätigen Jugendbanden beherrscht wird, erhalten im Projekt von ACEDIF die „Niños y Jóvenes en Riesgo“ tagsüber Betreuung, Schulbildung und eine einfache handwerkliche Ausbildung. Eine weitergehende Betreuung oder Beherbergung verhindern die Jugendbanden (maras), weil die Straßenkinder zur „mara-Familie“ gehören und diese nicht verlassen dürfen.
Verwendung der Fördermittel
Unser Stiftungsratsmitglied Martin Müller, der die Verhältnisse in Guatemala als früherer Vizepräsident unseres Partners APEI bestens kennt, hat auch im Jahr 2025 die Projekte im Norden von Guatemala besucht und die Projektarbeit sowie die Verwendung der La Sonrisa-Fördergelder geprüft. Er hat einen sehr positiven Bericht über die Entwicklung der Projekte übermittelt und die sachgerechte Verwendung der Fördergelder für Bildungsprojekte in der Region Ixil (Grundschulen, zentrale Oberschule mit Internat Casa Angela für Schüler aus abgelegenen Bergdörfern in Sumalito, Studienprogramm in Nebaj) geprüft und festgestellt. Die sachgerechte Verwendung der Fördermittel ergibt sich auch aus den Jahresberichten und Jahresabrechnungen 2025 aller Projektverantwortlichen in Guatemala. Die Kassenprüfung hat den Jahresabschluss und die sachgerechte Verwendung der Fördermittel eingehend geprüft und formell bestätigt.
Der Vorstand dankt dem Stiftungsrat für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Jahr 2025, unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die wertvolle Unterstützung und allen Spenderinnen und Spendern für die großzügigen Spenden.
Köngen, 25. Januar 2026
Ralf Gropper Peter Wochinger
(Vorsitzender) (Stellvertretender Vorsitzender)