Projekt 7 – Centro Tecnologico (CTI) / Nebaj

Berufsausbildung

Nebaj liegt im nordwestlichen Teil der Provinz Quiché nahe der Grenze zu Mexico und ist Zentrum der sog. Ixil-Region (benannt nach den dort lebenden Ixiles, Maya-Nachfahren).

Die Region Ixil mit Nebaj, Cozal, Chajul, Sumalito, Trapazitos, Xeucalvitz, Viaculvitz und Ixtupil und weiteren kleinen Dorfgemeinschaften war im Bürgerkrieg von 1960 – 1996 sehr stark von Zerstörung und Massakern betroffen. Die Infrastruktur wurde erst nach dem Friedensvertrag 1996 langsam wieder aufgebaut, zuerst in den größeren Städten und Orten wie Nebaj und Chajul, zuletzt oder bisher immer noch nicht in den Bergdörfern wie Sumalito.

La Sonrisa hat in den Jahren 2011 und 2012 mit hohem finanziellen Aufwand das Berufsausbildungszentrum Centro Ixil errichtet, das von unserem Partner Agros Stiftung betrieben wird.

Grundidee für die Errichtung des Centro Ixil war, den Schülern und Schülerinnen aus den Schuleinrichtungen von La Sonrisa in Sumalito eine weiterführende praktische Berufsaus-bildung anbieten zu können. Im Rahmen der Konzeption und bei der Grundsteinlegung haben der frühere und der derzeitige deutsche Botschafter in Guatemala die Förderungswürdigkeit hervorgehoben und auch bestätigt, dass durch das Projekt das Ansehen der BRD in Guatemala gestärkt wird. Das Centro Ixil hat nach der feierlichen Eröffnung im März 2012 und staatlicher Anerkennung im Januar 2013 mit etwa 40 Schülern (davon 18 Mädchen) den Ausbildungsbetrieb aufgenommen. Die Schüler kommen im Wesentlichen aus Sumalito und den KNH-Projekten in Viaculvitz, Ixtupil, Xeucalvitz und Trapazitos. Gegenwärtig bietet das Centro Ixil sowohl theoretischer Unterricht (Nachholung des Sekundarabschlusses) als auch praktische Ausbildung (Schreinerei, mechanische Werkstätten, Elektrotechnik, Bäckerei, Informatik, Buchhaltung, Weberei, Näherei, Landbau und Tierzucht) an.

Aufgrund der modernen Einrichtungen und des hoch qualifizierten Lehrpersonals des Centro Ixil ist eine sehr gute Entwicklung des Ausbildungszentrums gewährleistet. Dies ist auch notwendig, weil ab 2014 jedes Jahr viele Mädchen und Jungen unserer Sekundarschule in Sumalito dringend qualifizierte Weiter- und Ausbildungsmöglichkeiten benötigen (vgl. Projekt 1).