Archiv für den Monat: Januar 2013

Jahresrückblick 2012 und Ausblick auf 2013

Mit dem Ausbau und der Sanierung der Schuleinrichtungen in Sumalito, Poza de Agua und Panimaquin sowie der feierlichen Einweihung des Berufsausbildungszentrums Centro Ixil in Nebaj im März sind wir hoffnungsvoll in das Jahr 2012 gestartet. Der Vorstand konnte sich bei seiner Projektreise im März 2012 auch von der sehr guten Entwicklung der Projekte in Tacana (Schulfunk) und in San Miguel Petapa (Ganztagesschule) überzeugen.

Sorgen bereitet uns das Straßenkinderprojekt in Petapa, weil dort Gewalt und Kriminalität selbst für guatemaltekische Verhältnisse erschreckend hoch sind. Die von uns betreuten Straßenkinder und die mutige Leiterin des Projekts im Ortsteil Cerro werden ständig von Verbrechern und Jugendbanden terrorisiert, die verhindern wollen, dass in dem Teilort mit mehr als 5000 Einwohnern ein Schulbetrieb stattfindet. Wir werden die Kinder in den barrios pobres von Petapa aber nicht dem trostlosen Schicksal eines Lebens auf der Straße überlassen und ihnen auch künftig mit Bildung, sozialer und gesundheitlicher Betreuung einen Ausweg aus dem Teufelskreis von Analphabetentum, sozialem Elend, Gewalt und Hoffnungslosigkeit zeigen.

Von den Projekten, die im Jahr 2012 nicht besucht werden konnten (Landwirtschaftsschule in Santa Maria Cahabon, Hebammen- und Gesundheitsfürsorge-Programm in Baja Verapaz) liegen ausführliche Rechenschaftsberichte der Projektverantwortlichen vor, die die zweckgerechte und zielführende Verwendung der von La Sonrisa zur Verfügung gestellten Mittel zweifelsfrei dokumentieren.

Mitte des Jahres 2012 wurden wir mit Problemen konfrontiert, die für uns nicht überraschend waren, deren Brisanz uns dann aber doch vehement traf. Unser Partner Kindernothilfe e.V., Duisburg, hatte die Ankündigung verwirklicht, die Gemeinschaftsprojekte in Sumalito (Schuleinrichtungen mit Internat) und Santa Maria Cahabon (Landwirtschaftsschule für ökologischen Landbau und Kekchi-Kulturzentrum)  zum 30.6.2012 bzw. 31.12.2012 einschließlich der dortigen Kinderpatenschaften definitiv zu beenden. Auch die Fortführung der Projekte in Tacana (Schulfunk) und San Miguel Petapa (Ganztagesschule und Straßenkinderprojekt) war ernsthaft gefährdet. Als Begründung führte KNH an, dass diese Projekte teilweise bereits seit vielen Jahren gefördert worden seien, die neuen Förderrichtlinien von KNH nach dem Grundsatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“ grundsätzlich nur noch eine Förderung von max. 5 Jahren vorsehen würden und – ganz wesentlich – die Förderziele von KNH künftig vorrangig auf die Stärkung der Kinder- und Frauenrechte gerichtet seien.

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