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Projektreise von Prof. Dr. Schaden

Unser Stiftungsratsmitglied Prof. Dr. Michael Schaden hat Anfang Dezember 2012 verschiedene Förderprojekte unserer Stiftung in Guatemala besucht und wichtige Gespräche mit örtlichen Projektpartnern über die künftige Zusammenarbeit und neue Hilfsprojekte geführt.

Prof. Dr. Schaden konnte mit unserem Partner Agros Stiftung bestehende Probleme bereinigen und eine verstärkte Zusammenarbeit in der Ixil-Region Sumalito/Viaculvitz/Ixtupil in die Wege leiten. Das Berufsausbildungszentrum Centro Ixil in Nebaj hat die staatliche Anerkennung erhalten und wird im Januar 2013 den vollen Lehr- und Berufsausbildungsbetrieb starten. Sorgen bereitet das Schicksal unseres Patenkindes Cesilia, für die wir nach dem Tod der Mutter einen sicheren Hort suchen.

Auch die Gespräche mit Sra. Dr. Alba (Leiterin von KNH Guatemala) verliefen sehr positiv. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch nach dem Ausstieg von KNH aus mehreren Gemeinschaftsprojekten auf der Grundlage einer neuen Kooperationsvereinbarung weiterhin gemeinsam notwendige Hilfsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Guatemala verwirklichen können.

Wichtige Erkenntnisse hat Prof. Dr. Schaden beim Besuch von drei Hilfsprojekten gewonnen, für die uns neue Förderanträge vorliegen. Es handelt sich um den Neubau einer Schule, ein Bildungsprojekt für Kinder im Alter von 6-15 Jahren, die mit Kinderarbeit ihre Familien ernähren und den Ausbau eines Berufsausbildungsprojekts.

Der Stiftungsrat von La Sonrisa wird in der nächsten Stiftungsratssitzung Anfang 2013 über die angestrebte neue Kooperationsvereinbarung mit der Kindernothilfe und die Verwirklichung neuer Projekte beschließen.

Das Erdbebengebiet in der Provinz San Marcos konnte Prof. Dr. Schaden nicht besuchen, weil die Infrastruktur weitgehend zerstört ist. Soweit Schäden in Tacana (Schulfunkprojekt mit Radio Asunción) entstanden sind, konnten diese inzwischen behoben werden. Wir haben aber immer noch keinen Überblick, wie es unseren Schülern und deren Familien im entlegenen Urwaldgebiet im Umkreis von 50 km um Tacana geht.

Muchisima gracias an Prof. Dr. Schaden, dass er diese Reise für La Sonrisa – wie immer auf eigene Kosten – übernommen hat.

Peter Wochinger
(Vorstand)

 

Großzügige Spende von PwC Deutschland

Für seine langjährige Mitgliedschaft im Wissenschaftlichen Beirat erhielt Vorstand Peter Wochinger von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG eine Spende für La Sonrisa in Höhe von 7.500 €. Wir danken Herrn Prof. Dr. Dieter Endres, PwC Frankfurt, und dem wissenschaftlichen Leiter des Beirats, Herrn Prof. Dr. Jürgen Lüdicke, Hamburg, herzlich für diese großzügige Spende.

Unsere mutigen Mädchen in unseren Schuleinrichtungen in Sumalito im Norden von Guatemala werden sich besonders über die Spende von PwC freuen. Wir können damit kurzfristig so viele Mädchen aus weit entfernten Bergdörfern in unser Internat Casa Angela aufnehmen, dass die Mädels auch zahlenmäßig gleich stark sind wie die wilden Jungs. Juana Chocoj hat es den kleinen machos bereits gezeigt. Sie stammt aus einem kleinen Dorf „am Ende der Welt“, war das erste Mädchen im Internat, hat unsere Sekundarschule mit Auszeichnung abgeschlossen und wird mit unserer Hilfe ab Januar 2013 an der Universität Sololá studieren. Mucha suerte, que te vaya bien Juana!

Auch die anderen Kinder und Jugendlichen in unseren Projekten werden ein Stück vom Spendenkuchen erhalten. Der Stiftungsrat von La Sonrisa wird darüber in der nächsten Stiftungsratssitzung entscheiden.

Wir wünschen der ganzen PwC-Familie Feliz Navidad y un Próspero Ano Nuevo 2013 verbunden mit den besten Wünschen auf dem schwierigen Weg durch den deutschen Steuerdschungel.

Cordialmente,
Peter Wochinger

 

Starkes Erdbeben in Guatemala

Am 6. November 2012 wurde Guatemala von einem Erdbeben der Stärke 7,2 bis 7,5 erschüttert. Die verheerendsten Auswirkungen trafen den Westen von Guatemala und dabei vor allem die Provinz San Marcos, in der sich auch unser Schulfunk-Projekt in Tacana befindet.

Nach ersten Berichten ist die Infrastruktur in der Provinz vielerorts völlig zerstört, zahlreiche Häuser in San Marcos sind eingestürzt und es sind weit mehr als 100 Tote (darunter viele Kinder) zu beklagen.

Glücklicherweise halten sich die Schäden bei unserem Schulfuk-Projekt in Tacana (Radio Asuncion) und den 17 Außenstellen (in denen unsere 450 Schüler jedes Wochenende zusammen kommen und unterrichtet werden) in Grenzen. Alle Mitarbeiter und die Schüler im näheren Umkreis von Tacana sind unverletzt. Auch diejenigen Schüler, die nach erfolgreichem Abschluss des 3-jährigen Schulfunk-Programms mit unserer Förderung und Unterstützung weiterführende Schulen in der Provinzhauptstadt San Marcos besuchen und dort in Gastfamilien untergebracht sind, blieben unverletzt und sind mit dem Schrecken davon gekommen. Wir haben aber noch keine Nachricht, ob Familien und Kinder unseres Schulfunkprojekts in den weiter entfernten ländlichen Gebieten vom Erdbeben betroffen sind und der Hilfe bedürfen.

Sobald wir genauere Nachrichten haben, werden wir mit unserem Kooperationspartner Kindernothilfe die Notwendigkeit und Möglichkeit von Unterstützungsleistungen prüfen und ggfs. zu Hilfsspenden aufrufen.

Damit Sie sich eine ungefähre Vorstellung des dramatischen Ausmaßes der Erdbebenschäden machen können, stellen wir Ihnen hier ein Foto, das uns kürzlich von unserem Kooperationspartner erreicht hat, zur Verfügung:

Foto Erdbeben

Neue Kooperationsvereinbarung mit der Kindernothilfe Duisburg (KNH) in Aussicht

Die Kooperationsvereinbarung zwischen unserer Stiftung und der Kindernothilfe e.V. (KNH) ist für die wichtigen Projekte in Sumalito, Tacana, Santa Maria Cahabon, Poza de Agua und San Miguel Petapa bis zum 31.12.2012 begrenzt. KNH wird – wegen neuer Förderansätze mit dem Schwerpunkt der Unterstützung von Frauen- und Kinderrechten – die unmittelbaren Schul- und Bildungsprojekte in Sumalito und Santa Maria Cahabon ab 2013 definitiv nicht mehr fördern. Auch die weitere Förderung der Schulprojekte in Tacana, Poza de Agua und San Miguel Petapa mit dem Straßenkinderprojekt „Cerro“ steht auf dem Prüfstand. Die alleinige Fortführung dieser Projekte durch La Sonrisa ist gegenwärtig aus logistischen und vor allem finanziellen Gründen nicht möglich.

Die neue Förderstrategie von KNH mag aus Sicht von KNH sowie neueren förderpolitischen Entwicklungen mit dem Ziel der Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse begründbar sein und langfristig zum Ziel führen. Sie entspricht aber nicht unserem Verständnis von der Notwendigkeit aktueller Hilfe für notleidende Kinder und Jugendliche.

Wir haben – im Interesse vieler hilfsbedürftiger Kinder und Jugendlicher in Guatemala – in schwierigen Verhandlungen mit KNH eine Basis gefunden, die für das Schulfunkprojekt in Tacana und das Straßenkinderprojekt in San Miguel Petapa sowie vor allem für unsere Schuleinrichtungen mit Internat in Sumalito ein Weiterbestehen bis zunächst Ende 2015 gewährleistet. Damit ist sichergestellt, dass die begonnene Projektarbeit sinnvoll weitergeführt werden kann und die Projektverantwortlichen vor Ort mehr Zeit haben, sich auf die eigenständige Übernahme und Fortführung der Projekte einzustellen. Darüber hinaus wird sich La Sonrisa nach Möglichkeit an den neuen Projekten von KNH in Viaculvitz/Ixtupil (Dorfentwicklung) und Xela (Förderung der auf dem großen städtischen Markt arbeitenden Kinder und Jugendlichen) beteiligen, die nach den KNH-Kriterien zur nachhaltigen Stärkung der Frauen- und Kinderrechte organisiert werden.

Die neue Kooperationsvereinbarung wird unter Berücksichtigung der Erkenntnisse von Projektbesuchen in Guatemala von KNH und La Sonrisa  bis Mitte Dezember 2012 angestrebt. Den sich durch die Neustrukturierung und die höheren Förderanteile bei La Sonrisa ergebenden erheblichen finanziellen Mehrbedarf hoffen wir durch zusätzliche Spendeneinnahmen decken zu können. Einsparungen bei den Kosten sind nicht möglich, weil unsere gesamten Verwaltungskosten durch die vollständig ehrenamtliche und unentgeltliche Tätigkeit von allen Organen und Helfern von La Sonrisa bereits bisher äußerst gering sind ( weniger als 1 v.H. der Spenden-Einnahmen). Die zusätzlichen finanziellen Belastungen durch die neue Kooperationsvereinbarung dürfen auch nicht zu Lasten der anderen Hilfsprojekte von La Sonrisa gehen, die in vollem Umfang fortgeführt und weiter entwickelt werden.

 

Benefizveranstaltung der Stiftung La Sonrisa de los Niños ein voller Erfolg

Die Benefizveranstaltung war für La Sonrisa ein großer Erfolg. Wir danken Herrn Dr. Gerhard Raff sehr für seinen kulturhistorisch wertvollen, durch viele Anekdoten angereicherten, mitreißenden Vortrag zum oft schwierigen Verhältnis der Schwaben zu den Badenern.
Dr. Gerhard Raff signierte anschließend individuell und mit Widmung seine Bücher und überließ den Verkaufserlös freundlicherweise unserer Stiftung. Zusammen mit Spenden ergab sich damit für La Sonrisa ein Reinerlös von mehr als 16.000 Euro, der ungeschmälert zwei Hilfsprojekten unserer Stiftung (Schuleinrichtungen mit Internat im Norden und Straßenkinderprojekt im Süden von Guatemala) zu Gute kommt, die im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt wurden.

Wir danken Herrn Dr. Gerhard Raff für diesen unvergesslichen Abend sowie allen Spendern und Sponsoren für die wertvolle finanzielle Unterstützung von La Sonrisa de los Niños.

Wir haben eine Präsentation mit aktuellen Impressionen aus Guatemala, die während des Abends gezeigt wurde, unter folgendem Link zum Download bereit gestellt:

Präsentation
(Rechtsklick -> Speichern unter ->)
(ca. 20 MB)